de eeuwige terugkeer (7)

Op 1 november 1875 begon een nieuwe semester voor Nietzsche als docent filologie. Onder zijn nieuwe studenten waren er twee die goede vrienden van Nietzsche zouden worden: Paul Widemann (1851-1928) en Heinrich Köselitz (1854-1918). Paul Widemann was weer bevriend met Ernst Schmeitzner die later de uitgever van Nietzsches boeken zou worden.

In het voorwoord van deel 4 van de Gesammelte Briefe haalt Köselitz herinneringen op aan de kennismaking met Nietzsche:

Im Sommer 75 kam Freund Widemann zur Fortsetzung der Universitätsstudien wieder nach Leipzig; dort reifte in uns der Enschluß, Nietzsche's wegen nach Basel zu gehen. Mit Empfehlungen Schmeitzner's versehen, trafen wir über Bayreuth kommend Mitte Oktober 1875 in Basel ein. Die ersten Tage suchten wir uns über Stadt und Stadtgeist zu orientiren. Gelegentlich eines Büchereinkaufs fragten wir den uns Bedienenden nach einer Photographie Nietzsche's, da solche von Basler Professoren im Schaufenster zu sehen waren und wir, noch ohne jede Vorstellung von Nietzsche's äußerer Erscheinung, brennend darnach verlangten. Wie erstaunten wir aber, als man uns fragte 'Professor Nietzsche? - Giebt es einen solchen hier?' Auch in anderen Läden war Nietzsche's Bild nicht zu erhalten. (...) Als wir ihm bald darnach unsre Aufwartung machten, waren wir frappirt von seinem Aussehen. Ein Militärsmann! kein 'Gelehrter'! (...) Der Eindruck was der einer eminenten Selbstbeherrschung. Streng gegen sich, streng in prinzipiellen Dingen, war er im Urtheil über Menschen dagegen von äußerstem Wohlwollen. Uns selbst sollte dieser Zug in auszeichnender Weise zu Gute kommen. Gleich der Empfang zeigte dies. 'Oh ich kenne die Herren bereits' sagte er mit heiterer Würde. Verwundert, wie wir zu dieser Ehre kämen, erfuhren wir, daß er zu gleicher Zeit wie wir in jenem Buchladen gewesen sei und uns sofort für die ihm schon durch Overbeck avisirten Freunde gehalten habe. Mit dieser Wendung war alle Befangenheit vorbei; die fernere Unterhaltung bewegte sich um unsre Studienpläne, unsre Vergangenheit und dergleichen mehr. (...) So auch verabredete er mit uns Spaziergänge, deren erster mir in lebhafter Erinnerung geblieben ist: Overbeck nahm daran Theil. (...) Das erste Thema, das ich als Musiker mit Nietzsche besprach, war der Streit Gluck-Puccini, über den ich soeben Desnoiresterres' Studie gelesen hatte. Nietzsche hielt einen Streit zwischen zwei so entschiedenen Geschmäckern für rein unausfechtbar: der Kuckuk, sagte er schalkhaft, werde schwerlich zugeben, da? auch i-a ein angemessener Seelenausdruck sei.
(...)
Einladungen zu Nietzsche, meist für den Abend, erhielten wir mehrmals in jenem Semester. Welches Fest waren sie für uns! Nietzsche wohnte Spalenthorweg 48 mit seiner Schwester zusammen, sehr anheimelnd in ruhiger Gegend; sein Studierzimmer lag auf Gärten hinaus, Salon und Wohnzimmer nach der Straße. (...) An solchen Abenden hatten wir auch das Glück, Nietzsche als Clavierspieler zu hören: im Gedächtniß blieb mir zumal sein Hymnus an die Einsamkeit, ein Stück voll herber Größe und Unerbittlichkeit, in das sich sirenenhaft, doch bald mit Trotz wieder afgewiesen, bestrickende dolce-Stellen mischten. Nietzsche's Anschlag war von großer Intensität, ohne doch hart zu sein, sein Spiel Sprechend, polyphon, von mannigfaltigster Abstufung, sodaß aus seinem Orchesterklang sich hier das Horn oder Flöten und Geigen, dort Posaunen deutlich heraushoben. - Von rührender Güte zeugte es, daß die Geschwister Nietzsche uns auch zu Weihachten einluden und sogar mit Geschenken überraschten: zu keiner Zeit des Jahres empfinden ja Junggesellen ihre Isolation so sehr wie an diesem Feste: wie überschwänglich war daher unsre Dankbarkeit für diese Ehre und Freude.

Köselitz 1908, blz. XV-XXIV

Later liet Nietzsche Köselitz zijn vierde Unzeitgemäße Betrachtung over Richard Wagner lezen. Köselitz was enthousiast. Nietzsche opperde het idee om een mooi afschrift te maken en het Richard Wagner cadeau te doen op zijn verjaardag. Köselitz bood aan om dit afschrift te maken. Nietzsche was er zeer content mee en zo werd Köselitz een grote hulp voor Nietzsche. Gehandicapt door zijn slechte ogen dicteerde Nietzsche vaak zijn werk aan Köselitz en werd hij een vaste hulp bij het redigeren van de drukproeven.